Parés Baltà ist eine Familienkellerei, deren Wurzeln mit der Geschichte des Weines im Penedès verwachsen sind. Die Vorfahren begannen im Jahre 1790 Wein anzubauen. Heute, über 200 Jahre später, werden die Traditionen, verbunden mit Innovationen, von den Söhnen der Familie Cusiné weitergeführt.
Der heute immer noch aktive Grossvater baute zuerst zwei verschiedene Weinsorten und einen
Cava aus. Vor rund 30 Jahren begann der Vater von Joan und Joseph unter der Leitung des Grossvaters neue Rebstöcke zu pflanzen. Darunter auch Tempranillo, Garnacha, Merlot, Shiraz und Cabernet Sauvignon. Heute werden 20 Rebsorten auf fünf verschiedenen Weinberglagen mit spezifischen Terroirs kultiviert. Somit konnte der Vater seinen Schwiegertöchtern eine breit gefächerte Vielfalt an verschiedenen Rebsorten übergeben.
Denn das Vinifizieren des Weines bei Parés Baltà ist reine Frauensache.
Beide Frauen liessen sich von der Begeisterung für den Wein von ihren Männern anstecken. Der Ehrgeiz der Brüder, eine kleine “Qualitätsrevolution“ in ihrem Stammhaus anzuzetteln, packte sie. Dies gipfelte darin, dass beide Frauen sich dazu entschlossen, Weinbau zu studieren. In Spanien, anders als in anderen Ländern, kann ein Studium der Önologie nur dann angetreten werden, wenn zuvor bereits ein artverwandter Studiengang abgeschlossen wurde.
Marta hatte das Glück, in einer Bodega aufzuwachsen, und hat so das Handwerk, das sie heute ausübt, bereits von klein auf mitbekommen. Vor ihrem Vater bewirtschaftete bereits ihr Grossvater eigene Weinberge in der Gegend von Vilanova, direkt am Mittelmeer. Sie bauten Rot- und Weissweine aus und verkauften diese vorwiegend an Privatkunden.
Schon während des Studiums wirkten beide Frauen an der neuen Ausrichtung der Kellerei mit und begannen, die Arbeitsprozesse im Keller nach neusten Erkenntnissen zu gestalten. Sie unternahmen noch während und auch nach dem Studium zusammen Reisen in die bedeutendsten Weinbauzentren der Welt. Das Burgund, Bordeaux, die Côte du Rhône, aber auch Australien und Chile gehörten zu den Zielen der Studienreisen.
Heute leiten beide Frauen mit der alleinigen Verantwortung den Ausbau der Parés-Baltà-Weine.
Das Können liegt in der täglichen Detailarbeit für Weine von einmaliger Ausgewogenheit und Eleganz. Gerne nehmen sie jedoch auch den Rat der Familie entgegen, um bei Cuvée-Bereitungen qualitativ hochwertige Weine gedeihen zu lassen.
Die Ernte wird nach dem Kriterium «phenolische Reifung» eingebracht. Weissweine werden bei
8 °C kalt gepresst, Rotweine hingegen vor der Einmaischung auf 12 °C heruntergekühlt. Sämtliches Traubengut wird mit einer Schweizer Presse (Bucher) verarbeitet.
Das Resultat dieser feinfühligen Arbeit kann sich sehen lassen. Die beiden Frauen können eine international anerkannte Auswahl an Auszeichnungen wie Peñin, Decanter Magazine, Parker, Steve Tanzer und unzählige Sommelier-Kommentare vorweisen.